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Die drei Wesen der Biene

Alle staatenbildenden Arten aus der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) haben drei unterschiedliche Wesen (Morphen): Königin, Arbeiterin und Drohn.

Die Königin

Bienenkönigin

Die Bienenkönigin, auch Weisel oder Stockmutter genannt, ist das einzige geschlechtsreife weibliche Tier im Volk der Honigbienen. Ihr Hinterleib ist im Vergleich zu den der beiden anderen Phänotypen Drohn und Arbeiterin deutlich länger. In diesem sind mehrere voll entwickelte Eischläuche (Ovarien) vorhanden. Die Aufgabe der Königin ist ausschließlich das Legen von Eiern zum Erhalt des Bienenvolks. Wie die Arbeiterinnen hat die Königin zwar auch einen Stachel, setzt diesen aber nur vor dem Hochzeitsflug - zum Töten von Rivalinnen - ein.

Die Arbeiterin

Die meisten Tiere in einem Bienenvolk sind Arbeiterinnen. Dies sind Weibchen, die in ihrer Geschlechtlichkeit durch die laufende Abgabe von Pheromonen der Bienenkönigin gehemmt sind. Ihre Tätigkeiten hängen von ihrem Alter und auch dem Zustand des Bienenvolkes ab. Sie beginnt schon bald nach dem Schlüpfen mit der Säuberung der Zellen, aus denen gerade junge Bienen geschlüpft sind.

Lebenstag Aufgaben im Bienenvolk
ab 21. Tag Ausschließliche Tätigkeit: Sammelt Pollen, Propolis, Wasser und Nektar
1. bis 3. Tag Säuberung der Zellen, aus denen Bienen geschlüpft sind. Versieht die Zellen mit einem dünnen Propolisfilm, um sie für die neue Eiablage der Königin herzurichten
3. bis 5. Tag Vorbereitung der Pollennahrung für die Larven und deren Versorgung
6. bis 13. Tag Futtersaftdrüsen sind im Kopf der Biene entwickelt. Versorgung der allerjüngsten Larven und Versorgung der Königin mit Futtersaft
12. bis 16. Tag Ausscheidung von Wachs, Bau von Waben und Verdeckeln der Brut
17. bis 19. Tag Wachbiene am Eingang des Bienenstocks. Vorbereitung zur Trachtbiene. Futtersaft- u. Wachsdrüsen bilden sich zurück

Der Drohn

Drohn

Die Drohnen dienen ausschließlich der Begattung von jungen Königinnen. Ihre Körperform ist (je nach Art) meist größer und gedrungener als die einer Arbeiterin, und die Facettenaugen sind auch meist größer und leistungsfähiger. Zudem hat der Drohn keinen Stachel und kann deshalb auch nicht stechen. Der Giftstachel von Königin und Arbeiterin hat sich entwicklungsgeschichtlich aus einem Legebohrer entwickelt und gehört damit zu den geschlechtsspezifischen Merkmalen der weiblichen Tiere. Eine Besonderheit stellt die Entstehung der Drohnen dar. Sie entstehen aus unbefruchteten Eiern, d.h. die Königin kann bei der Eiablage kontrollieren, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht.

Quelle: Wikipedia

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